inlaut für Kanzleien und Praxen: Diktieren mit Berufsgeheimnis
Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater und Ärzte stehen vor demselben Problem: Diktieren spart täglich Stunden, aber Cloud-Dienste sind mit der strafbewehrten Schweigepflicht nach § 203 StGB und strengem Datenschutz kaum vereinbar. inlaut löst diesen Konflikt: 100 % lokale Spracherkennung ohne Server, ohne Konto und zukunftssicher als Open Source.
Hinweis: Diese Seite beschreibt die technische Funktionsweise von inlaut. Sie stellt keine Rechtsberatung dar. Die datenschutzrechtliche und berufsrechtliche Prüfung obliegt der jeweiligen Kanzlei- oder Praxisleitung.
KI-generiertDas Problem mit Cloud-Diktaten im Berufsgeheimnis
Wer Mandatsgeheimnisse oder Gesundheitsdaten (Art. 9 DSGVO) diktiert, darf Audiodaten nicht leichtfertig an US-Konzerne oder fremde Cloud-APIs weiterleiten:
- § 203 StGB (Schweigepflicht): Die unbefugte Offenbarung fremder Geheimnisse ist strafbar. Selbst mit Dienstleister-Verpflichtung nach § 203 Abs. 3 StGB bleibt jede Datenübertragung an Cloud-Dienste ein compliance- und haftungsrelevantes Risiko.
- DSGVO Art. 9 (Besondere Datenkategorien): Patientenakten, Diagnosen und juristische Streitfälle genießen höchsten Schutz. Jede Übermittlung erfordert strenge Garantien, die viele moderne KI-Startups gar nicht bieten.
- Keine Audio-Verläufe: Bei vielen Diktier-Apps werden Aufnahmen standardmäßig dauerhaft auf fremden Servern oder unverschlüsselt lokal gespeichert.
Wie inlaut die Schweigepflicht wahrt
inlaut wurde von Grund auf so gebaut, dass vertrauliche Sprache niemals das eigene Gerät verlässt:
- 100 % lokale Verarbeitung: Das Sprachmodell (Parakeet Ultra) läuft vollständig auf der lokalen Hardware (beim Mac auf der Neural Engine des Apple-Silicon-Chips).
- Kein Cloud-Server: inlaut betreibt keinen Server, an den Sprache oder Text übertragen werden könnte. Die App funktioniert auch bei komplett getrennter Internetverbindung (z. B. im isolierten Kanzlei-Netz oder Offline).
- Kein Speicherverlauf: Das Mikrofon ist nur aktiv, solange die Diktier-Taste gehalten wird. Die Audiodaten werden direkt im flüchtigen Arbeitsspeicher (RAM) in Text gewandelt und unmittelbar danach verworfen. Es gibt keinen Audioverlauf und keine Protokolldatei mit Diktatinhalten.
- Kein AVV nötig: Da niemand außerhalb eurer Kanzlei oder Praxis Daten empfängt, ist für das Diktieren kein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO erforderlich.
Zukunftssicherheit durch Open Source
Im professionellen Umfeld ist Software-Abhängigkeit ein reales Betriebsrisiko. Viele Kanzleien und Praxen haben erlebt, wie etablierte Softwareanbieter aufgekauft wurden, Preise drastisch anhoben oder Kunden in Zwangs-Abonnements und Cloud-Lösungen drängten.
- Kein Vendor Lock-in: inlaut steht unter der GNU General Public License (GPL-3.0). Der Quellcode gehört keinem einzelnen Konzern, sondern ist dauerhaft frei zugänglich.
- Vollständige Auditierbarkeit: Kanzlei-IT, Datenschutzbeauftragte oder externe Sicherheitsprüfer können jede Zeile Quellcode auf GitHub selbst überprüfen. Es gibt keine verborgenen Hintertüren, keine versteckte Telemetrie und kein heimliches Nachtrainieren von Modellen mit euren Texten.
- Dauerhafte Verfügbarkeit: Selbst im theoretischen Fall, dass die Pflege der App eingestellt würde, kann eure IT den Quellcode jederzeit forken, anpassen und unbegrenzt weiterbetreiben.
- Kostenlos statt vierstelliger Lizenzkosten: Während traditionelle Kanzlei-Diktierlösungen (wie Dragon Legal oder Dragon Medical) oft 800 bis über 2.000 Euro pro Arbeitsplatz kosten, ist inlaut dauerhaft kostenlos – auch für die professionelle Kanzlei- und Praxisnutzung.
Integration in den Kanzlei- und Praxisalltag
inlaut erfordert keine Umstellung eurer gewohnten Arbeitsumgebung:
- Schreibt direkt am Cursor: Ob Schriftsatz in Word, E-Mail in Outlook, Vermerk in der Kanzleisoftware (RA-Micro, Datev, NoRA) oder Eintrag in der Praxisverwaltung (Medatixx, Turbomed, CGM): inlaut fügt den Text exakt an der aktuellen Cursorposition ein.
- Eigene Ersetzungen für Fachbegriffe: Gesetzliche Abkürzungen (z. B. BGB, ZPO, FamFG, StGB, DSGVO), medizinische Fachausdrücke oder lateinische Wendungen könnt ihr als Ersetzungen hinterlegen.
- Textbausteine per Sprachbefehl: Häufige Formulierungen (z. B. Kanzleisignaturen, Rechtsmittelbelehrungen, Schweigepflichtsentbindungen) werden mit einem einzigen gesprochenen Auslöser eingefügt. Ersetzungen und Bausteine lassen sich exportieren und im Team verteilen.
Plattformen: macOS und bald Windows
Aktuell läuft inlaut auf jedem Mac mit Apple Silicon und macOS 26. Weil Kanzleien und Praxen in Deutschland zu einem großen Teil auf Windows-Arbeitsplätzen basieren, befindet sich eine native Windows-Version bereits in aktiver Entwicklung. Sie wird dieselbe strenge, rein lokale Architektur und Open-Source-Basis bieten.
Häufige Fragen für Kanzlei- und Praxis-IT
Baut inlaut Netzwerkverbindungen auf?
Ausschließlich drei streng definierte: den einmaligen Download des Sprachmodells von Hugging Face bei der Ersteinrichtung, die tägliche Prüfung auf Software-Updates über inlaut.de/updates/appcast.xml (in den Einstellungen vollständig abschaltbar) und den Download neuer Versionen von GitHub. Diktate sind zu keinem Zeitpunkt Teil einer Netzwerkanfrage.
Können wir inlaut in getrennten / geschützten Netzen betreiben?
Ja. Nach dem einmaligen Laden der Modelldatei arbeitet inlaut vollständig offline. Kanzleirechner ohne externen Internetzugang können die App problemlos nutzen.
Wie verhält sich die Zwischenablage bei vertraulichen Texten?
inlaut fügt den diktierten Text über die Zwischenablage am Cursor ein. Der Eintrag wird systemseitig als flüchtig deklariert, damit Zwischenablage-Manager ihn nicht dauerhaft archivieren, und danach stellt inlaut den vorherigen Zwischenablage-Inhalt wieder her.
Gibt es einen Support- oder Dienstleistungsvertrag?
inlaut ist ein freies Open-Source-Projekt. Es gibt keine kostenpflichtigen Supportverträge oder SLA-Garantien. Die Dokumentation aller sicherheits- und netzwerkbezogenen Details ist auf der Seite inlaut im Unternehmen transparent aufgeführt.
Fragen oder Anregungen aus Kanzlei- und Praxis-IT? Schreib an hallo@inlaut.de.